Innovation entsteht im Zusammenspiel: Nürnberger Startups gestalten die Zukunft der Robotik mit
SCIPRIOS, isento und Nouma Autonomy zeigen, wie vielfältig Innovation in der Metropolregion Nürnberg ist. Im Innovations- und Gründungszentrum NKubator entwickeln sie Technologien, die Prozesse verbessern, neue Anwendungen ermöglichen und den Transfer von Innovationen in die Praxis beschleunigen.
Innovationen entstehen selten isoliert. Sie entwickeln sich dort, wo unterschiedliche Kompetenzen zusammenkommen, neue Ideen entstehen und Unternehmen voneinander profitieren. Ein solcher Ort ist der NKubator am Standort Auf AEG in Nürnberg. Hier entwickeln und skalieren Startups Lösungen für ganz unterschiedliche Anwendungsfelder – von der Automatisierung von Forschungsprozessen über humanoide Robotik bis hin zu autonomen KI-Systemen.
Die jungen Technologieunternehmen SCIPRIOS, isento und Nouma Autonomy zeigen, wie vielfältig Innovation in der Metropolregion Nürnberg ist. Obwohl sie unterschiedliche Schwerpunkte setzen, verbindet sie ein gemeinsames Ziel: Technologien zu entwickeln, die Prozesse verbessern, neue Anwendungen ermöglichen und den Transfer von Innovationen in die Praxis beschleunigen.
Forschung durch Laborautomatisierung beschleunigen
Der Weg von einer wissenschaftlichen Idee bis zur industriellen Anwendung ist oft lang und komplex. SCIPRIOS entwickelt vollautomatisierte Laborroboter und Softwarelösungen, mit denen Prozesse in der Materialentwicklung und Energieforschung schneller, präziser und reproduzierbarer werden.
Das Scaleup unterstützt Forschungseinrichtungen und Industriepartner dabei, neue Materialien und Technologien effizienter zu entwickeln – beispielsweise für gedruckte Photovoltaik, Solarzellen der nächsten Generation oder weitere nachhaltige Energietechnologien. Durch automatisierte Laborprozesse können Versuche systematisch durchgeführt, Entwicklungszyklen verkürzt und neue Materialien schneller optimiert werden.
Mit seinen Lösungen verbindet SCIPRIOS Robotik, Software und Forschung. Dadurch schafft das Unternehmen eine wichtige Grundlage dafür, dass aus wissenschaftlichen Erkenntnissen schneller marktfähige Innovationen entstehen.
Humanoide Robotik für mehr Menschen zugänglich machen
Robotik kann dabei nicht nur Forschung und Industrie verändern, sondern auch neue Möglichkeiten für Lernen, Entwicklung und Teilhabe schaffen. isento entwickelt individuelle Software- und KI-Lösungen für Unternehmen und unterstützt sie bei der Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse. Mit dem „printable intelligent bot“ (pib) bringt das Unternehmen seine technologische Expertise in ein innovatives Open-Source-Roboterprojekt ein und verfolgt das Ziel, humanoide Robotik für möglichst viele Menschen zugänglich zu machen.
pib ist ein humanoider Roboter, dessen Komponenten größtenteils mit einem 3D-Drucker hergestellt werden können. Forschungs- und Bildungseinrichtungen sowie Unternehmen können den Roboter selbst aufbauen, erweitern und an individuelle Anforderungen anpassen.
Mit seinem modularen Konzept verbindet pib moderne Robotik mit den Chancen quelloffener Technologie. So entsteht eine Plattform für Forschung, (Aus)bildung und Wirtschaft zum Lernen, Experimentieren und Weiterentwickeln, die den Zugang zu Robotik nachhaltig erleichtert und neue Zielgruppen für Zukunftstechnologien begeistert.
Autonome Systeme für komplexe Einsatzsituationen
Einen weiteren Baustein des regionalen Innovationsökosystems bildet Nouma Autonomy. Das Startup entwickelt KI-basierte Autonomie für unbemannte Luft- und Bodensysteme. Diese verbindet Missionsverständnis mit lokaler Umgebungswahrnehmung und ermöglicht komplexe Entscheidungen direkt an Bord, auch ohne verlässliches GPS oder dauerhafte Funkverbindung.
Die Systeme erkennen relevante Objekte und Situationen und leiten daraus nächste Schritte ab. Dadurch können sie Such- und Aufklärungsaufgaben eigenständiger übernehmen, etwa bei der Personensuche in schwer zugänglichen Gebieten. Auch in der Industrie eröffnet der Ansatz neue Möglichkeiten für anspruchsvolle Prüf- und Überwachungsaufgaben.
Mit Förderung durch die Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND) entwickelte und erprobte Nouma Autonomy die Technologie im Wettbewerb „Fully Autonomous Flight 2.0“. Mit diesem Ansatz erweitert Nouma Autonomy die Möglichkeiten moderner Robotik: Aus unbemannten Systemen werden intelligente und missionsfähige Plattformen, die auch unter schwierigen Bedingungen handlungsfähig bleiben.
Vielfalt als Stärke des Innovationsökosystems
Damit solche Innovationen entstehen und wachsen können, braucht es ein Umfeld, das Vernetzung fördert und jungen Unternehmen Entwicklungsmöglichkeiten bietet. Der NKubator am Standort Auf AEG unterstützt Startups dabei, ihre Technologien weiterzuentwickeln, Kontakte zu Forschung und Wirtschaft aufzubauen und den Weg von der Idee in die Anwendung zu gestalten.
„Robotik ist ein Beispiel dafür, wie wichtig es ist, verschiedene Kompetenzen zusammenzubringen – von Technologie und Forschung bis hin zu unternehmerischem Denken. Genau dafür schaffen wir mit dem NKubator einen Raum, in dem innovative Ideen entstehen und weiterentwickelt werden können“, sagt Andrea Sieglitz-Hoepffner, Leiterin des NKubators.
Die Beispiele von SCIPRIOS, pib und Nouma Autonomy zeigen, dass die Innovationskraft der Region von ihrer Vielfalt lebt. Unterschiedliche Technologien, Perspektiven und Kompetenzen ergänzen sich und tragen gemeinsam dazu bei, Lösungen für die Herausforderungen von morgen zu entwickeln.
Zum NKUbator
Der NKubator ist ein Projekt der ENERGIEregion Nürnberg und das Innovations- und Gründerzentrum für Energie, GreenTech und Nachhaltigkeit in Nürnberg. Gemeinsam mit der Stadt Nürnberg und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg entsteht eine Anlaufstelle für Nachhaltigkeit und Entrepreneurship in der Region. Mehr unter: www.nkubator.eu

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