DENSE-BAVARIA: Früherkennung von Brustkrebs mit KI
DENSE-BAVARIA erforscht innovative Methoden zur Früherkennung von Brustkrebs und Erkrankungen des zentralen Herz-Kreislaufsystems.
DENSE-BAVARIA ist eine Studie des Radiologischen Instituts, Uniklinikum Erlangen, (Direktor: Prof. Dr. med. Michael Uder) und widmet sich der Früherkennung von Brustkrebs und Erkrankungen des zentralen Herz-Kreislauf-Systems bei Frauen mit dichtem bzw. sehr dichtem Brustdrüsengewebe. Das Forschungsprojekt wird im Rahmen des Bayerischen Förderprogramms "Frauengesundheit und KI" vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention gefördert.
DENSE-BAVARIA erforscht innovative Methoden mit dem Ziel die Früherkennung von Brustkrebs und von Erkrankungen des zentralen Herz-Kreislaufsystems zu verbessern – den beiden häufigsten nicht-übertragbaren Erkrankungen bei Frauen. Derzeit wird Frauen im Alter von 50 bis 75 Jahren im Rahmen der Brustkrebs-Früherkennung alle zwei Jahre eine Röntgenmammographie angeboten. Ein Teil dieser Frauen hat jedoch dichtes oder sehr dichtes Brustdrüsengewebe, was die Sensitivität der Mammographie zur Brustkrebsdetektion deutlich reduziert. Gleichzeitig tragen Frauen mit dichter Brust ein höheres Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Für sie wäre eine Untersuchung mittels Magnetresonanztomographie (MRT) vorteilhaft, die derzeit jedoch mit der Gabe von Kontrastmitteln verbunden ist. Der Einsatz von Kontrastmitteln in der Früherkennung ist jedoch mit Herausforderungen verbunden und kann ungewünschte Nebenwirkungen verursachen. Zudem ist die MRT zeitaufwendig und kostenintensiv, weshalb sie bislang nicht routinemäßig in der Früherkennung eingesetzt wird.
Die Ziele des Forschungsprojekts sind:
- bestehende MRT-Screening-Methoden mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) gezielt zu verbessern
- Risiken frühzeitig zu erkennen
- die Patientinnenfreundlichkeit für die Teilnehmerinnen zu erhöhen
Mit modernen Technologien, darunter KI, können die MRT-Untersuchungen in der Studie ohne Kontrastmittel durchgeführt werden. Gleichzeitig wird erforscht, ob die Analyse der Aufnahmen die frühzeitige Erkennung von Erkrankungen des zentralen Herz-Kreislauf-Systems unterstützen kann – ganz ohne zusätzliche Untersuchungen.

© Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention

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